Highlights

Die Kunstsammlung Schmelzle ist eine private Sammlung, die über viele Jahre zusammengetragen wurde. Im Mittelpunkt der Sammeltätigkeit stand dabei weder der Drang nach möglichst prominenten Namen oder die Vorstellung von einer lukrativen Geldanlage, sondern es war immer der Blick des Connoisseurs, der uns dazu antrieb, Neues zu entdecken und dabei das Schöne zu erkennen und es kennerschaftlich einordnen zu können.

In den Katalog aufgenommen wurden ausschließlich Original-Gemälde, Zeichnungen und signierte Druckgraphiken. Die Sammlung hat Schwerpunkte auf Darstellungen aus Heilbronn und Bad Wimpfen sowie auf regionalen Künstlern aus Nordwürttemberg und Nordbaden.

Nachfolgend laden wir Sie zu einem kommentierten Rundgang durch eine Zusammenstellung von herausragenden Kunstwerken unserer Sammlung ein.

Der Hl. Josef mit dem Jesusknaben (Inv. Nr. 2019.014) zählt zu unseren Neuerwerbungen des Jahres 2019. Das altmeisterlich gemalte Bild im Prunkrahmen der Zeit dürfte um 1900 entstanden sein.

 

Zu den weiteren Highlights unserer Sammlung zählen ein Gnadenstuhl in Engelsgloriole (Inv. Nr. 0000.029) sowie ein Ungleiches Paar (Inv. Nr. 2013.001) aus der Cranach-Nachfolge, die anrührende Zeugnisse von der langen Nachwirkung der renaissancezeitlichen Originale sind.

 

Aus dem Bereich alter christlicher Malerei ragt aus unserer Sammlung eine außerdem noch eine sehr alte Darstellung von Mariä Schutz und Fürbitte (Inv. Nr. 2018.006) hervor. Der Christuskopf mit Dornenkrone (Inv. Nr. 0000.028), eine Kopie nach Guido Reni, besticht durch seinen tiefen, im Wortsinn geradezu hingebungsvollen Charakter.

Der Mann in rotem Wams (Inv. Nr. 2018.034) zählt zu den frühen Hauptwerken des Münchner Malers Rudolf Epp.

 

Unter unseren Porträts beeindrucken außerdem zwei 1938 enstandene Bildnisse des ansonsten völig unbekannten Joseph Bohn (Inv. Nr. 2017.002 und 2017.003) durch ihre außerordentlich feine Malweise.

 

Der Bauernkopf von 1948 (Inv. Nr. 2019.009) und der Kinderkopf von 1918 (Inv. Nr. 0000.030) sind weitere herausragende Porträts.

Der wohl 1929 entstandene weibliche Akt (Inv. Nr. 2019.002) ist ein Beispiel für die erotischen Motive unserer Sammlung.

Unsere Sammlung enthält mehrere originelle Stillleben unterschiedlicher Epochen. Das Stillleben mit Orangen von 1905 (Inv. Nr. 2017.001) oder das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandene Stillleben mit knospenden Trieben (Inv. Nr. 0000.008) sind geschmackvolle Beispiele ihrer jeweiligen Zeit.

Nicht signiertes oder datiertes Stillleben mit Schlüsselblumen und Früchten (Inv. Nr. 2018.045).

Ein Schwerpunkt unserer Sammeltätigkeit liegt auf abstrakt-surrealer Kunst des späten 20. Jahrhunderts. Hier beeindrucken vor allem das „Zeitspiel“ von Harald Lazar (Inv. Nr. 0000.018) oder verschiedene Bilder und Objekte von Jürgen „Szandor Vincent“ Scharsich, darunter „OT III“ (Inv. Nr. 2018.002).

Die „Drei Grazien“ des Weinheimer Malers Horst Emmer (Inv. Nr. 2019.019) sind nur eines von drei Motiven des Malers in unserer Sammlung.

 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf regionalen Motiven aus Bad Wimpfen („Wimpinica“) und Heilbronn („Heilbronnica“). Aus Wimpfen bezaubert u.a. der Blick in die Untere Turmgasse (Inv. Nr. 2018.009), aus Heilbronn mehrere Raderungen, darunter eine Ansicht der Kilianskirche (Inv. Nr. 2018.032), vom „schwäbischen Merian“ Walter Romberg.

Der Blick in die Johannisgasse von Bruno Velten (Inv. Nr. 2018.038) zählt zu den klassischen Heilbronner Vorkriegsmotiven.

Auch die im Zweiten Weltkrieg gesprengte alte Besigheimer Enzbrücke, hier in einer Ansicht von 1932 (Inv. Nr. 2019.005) zählt zu den regionalen Vorkriegsmotiven.

Wahrscheinlich auch aus der Umgebung von Heilbronn stammt das Bauernhaus-Motiv des Löwensteiner Malers Richard Hohly (Inv. Nr. 2019.037), der ansonsten eher religiöse oder expressionistische Bilder schuf.

Aus dem Kreis der regionalen Maler, die wir schwerpunktmäßig sammeln, seien außerdem noch eine Ansicht des Neckartals des Neckargemünder Landschaftsmalers Ernst Marfels (Inv. Nr. 2018.035) und eine Schwarzwaldszene des Haßmersheimer Heimatmalers Pius Lipp (Inv. Nr. 000.070) genannt.

Indem wir den Blick über die regionalen Grenzen hinaus schweifen lassen zu einer Ansicht des Neuffens von Albert Wunderlich (Inv. Nr. 2018.018) und einer alten Ansicht von Schloss Hohentübingen (Inv. Nr. 2018.003), beschließen wir den kurzen Rundgang durch unsere Sammlungs-Highlights.

Welches unserer Bilder gefällt Ihnen besonders? Lassen Sie es uns wissen!