Max Kosmas Zahner

Max Kosmas Zahner (1897-1977) war Maler und Grafiker aus Heilbronn-Sontheim. Er war bei der Heilbronner lithographischen Anstalt A. Landerer beschäftigt, war aber auch freiberuflich als bildender Künstler tätig. Sein künstlerisches Werk ist von den formalen Vorgaben der Gebrauchsgrafik und vom Zeitgeschmack der 1950er und 1960er Jahre geprägt.

Biografie

Maximilian Kosmas Zahner wurde am 12. Dezember 1897 in Sontheim als Sohn von Karl Josef Zahner (* 4. November 1862 in Hagenbach; † 28. März 1926) und Agnes Zahner geb. Reichert (* 9. Februar 1861 in Heilbronn) geboren. Die Familie Zahner stammte ursprünglich aus Stockheim, der Vater war Landwirt.1 Außer dem Sohn Max Kosmas gab es noch die Tochter Amalie († 22. Juni 1963). Die Familie besaß ein Haus in der Horkheimer Straße 13 in Sontheim.

Max Kosmas Zahner machte eine Ausbildung bei der Lithographischen Kunstanstalt und Papierwarenfabrik A. Landerer in Heilbronn und nahm Zeichenunterreicht bei Walther Eberbach (1866-1944).2

Im Ersten Weltkrieg meldete er sich als Freiwilliger zur Marine. Erhaltene Fotos in Uniform zeigen ihn als Angehöriger der Matrosen-Artillerie-Abteilung. Auf einer im Stadtarchiv Heilbronn erhaltenen Visitenkarte von Prof. Walther Eberbach lässt dieser am 24. Oktober 1915 „durch den Matrosenartilleristen Zahner aus Heilbronn herzliche Grüße an Herrn Marine Stabsarzt/Oberstabsarzt Bentmann“ ausrichten. Später war Zahner bei einer anderen Dienststelle, vermutlich aufgrund seiner zeichnerischen Ausbildung und Begabung.

Max Kosmas Zahner um 1915 als Marine-Artillerist3

Während der Revolutionszeit war er in Berlin. Ein Foto vom Mai 1919 zeigt ihn als Mitarbeiter einer Geheim-Abteilung des dortigen Admiralstabs. Anschließend war er (als angeblich einziger Süddeutscher) mit der deutschen Delegation in Paris und bei den Friedensverhandlungen in Versailles,4 wo er vermutlich Landkarten zu zeichnen hatte. Der Einsatz in Versailles hat ihn zeitlebens geprägt.

Postkarte von Max Kosmas Zahner aus Paris 19195

Nach dem Ersten Weltkrieg blieb Zahner eine Weile in Berlin, wo er an der Kunstakademie studierte. Für einen Arbeiter- und Bauernsohn aus Sontheim ein durchaus ungewöhnlicher Lebensweg. Er verkehrte in der Berliner Bohème und nannte sich „Kosmas Zahner zur Wolke“. Seinen ohnehin nicht alltäglichen Namen variierte er in späterer Zeit auch zu „Kosmos Zahner“. Er scharte in Berlin einen illustren Bekanntenkreis aus Künstlern und Adligen um sich. U.a. hatte er Kontakt zum Akademiepräsidenten Max Liebermann (1847-1935). Eine Gräfin von Bernstorff, die er in seiner Berliner Zeit kennengelernt hatte, gehörte später zu seinen wiederholten Besuchern in Sontheim.

Am 26. Juli 1921 heiratete er Anne Nöth aus Schwäbisch Gmünd und kehrte um diese Zeit wohl auch nach Sontheim zurück. Die am Heimatort der Gattin geschlossene Ehe stand aber unter keinem guten Stern. Die junge Ehefrau litt an Schizophrenie und schied nach nur kurzer Ehedauer durch Selbstmord aus dem Leben. Der trauernde Gatte widmete ihr das „größte und schönste Grab“6 auf dem erst wenige Jahre zuvor angelegten neuen Sontheimer Friedhof.

Nach dem Tod seiner ersten Frau blieb Zahner lange Zeit ledig. Er arbeitete wieder bei Landerer in Heilbronn, war daneben aber auch stets als freier Zeichner und Maler tätig und bewohnte den zweiten Stock des eigens dafür aufgestockten Hauses in der Horkheimer Straße 13. Ebenfalls dort wohnte seine Schwester Amalie, die den Schlosser Gebhard Bauer (1889-1957) heiratete und im Erdgeschoss des Hauses eine Lebensmittelhandlung betrieb. Schwager Gebhard Bauer machte sich 1928 mit einer eigenen Schlosserwerkstatt selbstständig. Zum Haus Zahner/Bauer gehörte die Haushälterin Gertrud Rau, die 1919 im Alter von 13 Jahren zur Familie gekommen war und von Generation zu Generation weiter gereicht wurde. Sie diente insgesamt fünf Generationen und wurde mehrfach für langjährige Dienste ausgezeichnet. Zum 40- und 50-jährigen Arbeitsjubiläum gab es Urkunden der Landesregierung und die Heilbronner Stimme berichtete mehrfach über die treue „Perle“. OB Manfred Weinmann konnte Gertrud Rau 1989 sogar noch zum 70-jährigen Arbeitsjubiläum gratulieren.7 Sie blieb bis zu ihrem Tod im Dienst Familie und lebte zuletzt bei den Nachkommen von Kosmas Zahners Schwester Amalie in der Heinrich-Hertz-Straße. In der Zwischenkriegszeit kümmerten sich die Haushälterin und die Schwester um den Haushalt des jung verwitweten Malers.

Als „Kosmos Wagner“ erscheint er nach der 1938 erfolgten Eingemeindung von Sontheim nach Heilbronn erstmals im Heilbronner Adressbuch von 1938/39 im zweiten Stock in der Horkheimer Straße 13,8 wo sich im Erdgeschoss zur Straße hin die Bauer’sche Lebensmittelhandlung und nach hinten die Schlosserwerkstatt befanden.9

Über sein Leben in der Zeit des Zweiten Weltkriegs ist nur wenig bekannt. Sein Name erscheint nicht in den Namenslisten der NSDAP-Mitglieder und NS-Funktionäre in Sontheim.10 Da er ja nur im Nebenberuf malte, hauptberuflich aber bei Landerer beschäftigt war, blieb ihm möglicherweise sogar eine Mitgliedschaft in der Reichskulturkammer erspart. Eine seiner Großnichten erinnert sich, dass Zahner freundschaftliche Beziehungen zu Bewohnern des jüdischen Altenheims in Sontheim pflegte. Gleichwohl legen einige Umstände mindestens eine Nähe zum NS-System nahe: Schwager Gebhard Bauer war als Gewerbetreibender Mitglied der NSDAP und zeigte sich auch auf Familienfotos in Uniform. Vom geschäftstüchtigen Maler Zahner ist überliefert, dass er seinem Umfeld gerne Hitler-Porträts anbot. In Erinnerung blieb sein Spruch „Ich mal’ Ihnen einen Flieder“, womit statt des vermeintlichen Blumenbildes ein Bild des Führers gemeint war. Zahner wurde außerdem nach dem Krieg zum „Ehrendienst“ der Parteigenossen verpflichtet.

Über weiteres politisches Engagement Zahners zur NS-Zeit ist nichts bekannt. In den Kriegsjahren 1941 und 1943 ist aus erhaltenen Steuerunterlagen seine Weiterbeschäftigung als Maler und Zeichner bei Landerer belegt. Seine Nebentätigkeit als freischaffender Maler ließ ihn die Notzeit der späten Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegsjahre weitgehend unbeschadet überstehen. Für seine Bilder, die er stets zu vermarkten verstand, ließ er sich auch in Naturalien bezahlen. Seine zunehmende Leibesfülle bezeugte anschaulich, dass die Familie auch trotz Kriegs- und Mangelwirtschaft immer genug zu essen hatte. Außerdem blieb das Haus in der Horkheimer Straße 13 von Kriegsschäden verschont.

Ab Anfang 1946 war Zahner zum so genannten „Ehrendienst“ verpflichtet, musste also bei der Räumung von Kriegsschutt und der Wiederherstellung des jüdischen Friedhofes mitarbeiten. Am 20. August 1946 wandte Zahner sich von seinem Atelier für bildende Kunst in Heilbronn-Sontheim an das Arbeitsamt in Heilbronn, das damals die Trümmerräumung in Heilbronn organisierte. Er schrieb: „Teile Ihnen höflichst mit, dass ich in Sontheim 3/4 Jahre lang Ehrendienst gemacht habe, indem ich im Arbeitseinsatz der Pg. [Parteigenossen] die Strassen von Schutt befreite und den israelitischen Friedhof wieder instandsetzte. Herr Bürgermeister Stieglitz und Herr Heini Grosshans und Herr Walter Hedel bei Ihnen wissen darum. Somit ist auch ein Ehrendienst für die Hitler-Banditen für mich hinfällig und ich bitte, diese Leute heranzuziehen, die schuldig sind, die aber als grosse Herren auch heute wieder ohne Arbeit herumlaufen. Keller, Wasserbäch, Hanselmann, Christ etc. diese müssen Sie holen.“

Bei den im Brief genannten „großen Herren“ handelt es sich überwiegend um NS-Funktionäre aus Sontheim. Ernst Keller war seit 1931 Parteimitglied, war Kassenwart der NSDAP-Ortsgruppe Sontheim und Beisitzer im Kreisgericht.11 Karl Wasserbäch war Schriftleiter der Sontheimer Ortsgruppe, KdF-Wart und NSV-Ortswalter.12 Eugen Hanselmann war nur stellvertretender Zellenleiter in der Sontheimer Ortsgruppe, war jedoch als Verwaltungsbeamter und Vereinsfunktionär bestens vernetzt und gehörte später ab 1960 für die SPD dem Heilbronner Gemeinderat an.13 Der vierte Herr, Karl Christ, blieb in den Archivalien ein unbeschriebenes Blatt, über sein Wirken auf lokaler Ebene während der NS-Zeit kann nur spekuliert werden.14

Zahner war nicht der Einzige, dessen Interesse an der Fortführung des Arbeitseinsatzes im Sommer 1946 schwand. Zur Durchsetzung des zwar verpflichtenden, aber letztlich doch nominell freiwilligen Ehrendienstes hatten das Arbeits- bzw. Aufbauamt kaum Druckmittel. Das Amt konnte nur damit drohen, die Dienstzeit zu verdoppeln, das Wohnrecht streng zu überprüfen und den Schriftwechsel dem Oberbürgermeister vorzulegen.15

Zahners Beschwerdebrief war daher sicher nicht das einzige Schreiben, das in Sachen des Ehrendienstes vor Oberbürgermeister Emil Beutinger kam. Dieser ließ Zahner am 29. August 1946 mitteilen, dass er „eigentlich von positiv eingestellten Anti-Nazisten eine andere Einstellung zum Ehrendienst erwartet hätte.“ Beutinger wolle nicht, „dass von irgendeiner Seite das Prinzip des Ehrendienstes durchbrochen wird, am allerwenigsten aber von Menschen, die ich als Träger einer neuen und wahrhaft demokratischen Gesellschaft ansehe.“ Beutinger wies außerdem darauf hin, dass er selbst in der ganzen ihm zur Verfühung stehenden Freizeit Hand für den Neuaufbau in Deutschland angelegt habe und dass er sich sicher sei, dass Zahner unter diesem Gesichtspunkt seine Haltung bestimmt ändern und dem Arbeitsamt die geeigneten Dienstzeiten zur Ableistung des Ehrendienstes mitteilen würde.16 Über den weiteren Ausgang der Episode ist nichts bekannt. Der Ehrendienst in Heilbronn wurde im September 1947 eingestellt, da er zunehmend ineffizient wurde.17

Trotz der Reibereien war die Nachkriegszeit eine eher glückliche Zeit für Zahner. Schon bald nach Kriegsende, als kaum jemand im schwer kriegszerstörten Heilbronn an Urlaubsreisen denken mochte, unternahm Zahner mit seinen Nichten Priska und Pia eine Urlaubsfahrt nach Oberbayern. Hierbei zahlten sich die guten Beziehungen Zahners zur Sontheimer Industriellenfamilie Ackermann aus. Der Ackermann-Chauffeur fuhr die Gruppe nach Bayern. Priska Bauer (* 6. März 1926; † 13. August 2001) lernte im Urlaubsdomizil ihren späteren Gatten kennen, den Holzbildhauer Adalbert Bauer, kennen. Ihre Schwester Pia heiratete mit Karl-Heinz Eyberg einen Büroangestellten der Sontheimer Schuhfabrik Wolko.

Als ab 1946 der Heilbronner Theaterbetrieb im Gasthof zur Sonne in Sontheim wieder aufgenommen wurde, gingen die Schauspieler gerne im Haus Zahner ein und aus.

Am 29. November 1947 heiratete Zahner die wesentlich jüngere Gertrud Drautz (* 26. September 1919 in Heilbronn; † 21. März 2010 in Bad Friedrichshall),18 mit der er bald Reisen nach Italien und Nordafrika unternahm. Die Landschaft und Kultur des Mittelmeerraums, die Zahner noch vor Beginn des Massentourismus erlebt hat, beeindruckte ihn sehr. In seinem Werk finden sich mehrere mediterrane Szenen. Aus Nordafrika brachte er traditionelle Gewänder mit. Einen solchen „Burnus“ (offener Kapuzenmantel), der seiner Leibesfülle schmeichelte, pflegte er danach auch in seinem Heim in Sontheim zu tragen. In der Öffentlichkeit trat er ansonsten meist tadellos gekleidet und mit der für ihn in seinen späten Jahren charakteristischen Fliege auf.

Auch Zahners zweite Ehe blieb kinderlos, das Paar adoptierte aber nach wenigen Jahren das Mädchen Marte, die angeblich aus gutem Hause stammte und (uneheliche???) Tochter eines Bürgermeisters gewesen sein soll.

Im Heilbronner Adressbuch von 1950 wird „Kosmas Zahner, Kunstmaler“ noch an seiner Vorkriegsadresse in der Horkheimer Str. 13 in Heilbronn-Sontheim gelistet.19 Bald ließ Zahner jedoch gemeinsam mit seinem Schwager, dem Weingärtner Gustav Drautz, einen Neubau in der Arnoldstraße 16 errichten. Der andere Schwager, Schlosser Gebhard Bauer, schuf ein großes Metallrelief für die dort bis heute vorhandene Gartentüre.

Spätestens 1954 hatte der Kunstmaler mit seiner zweiten Frau und der Adoptivtochter Marte den Ersten Stock der Arnoldstraße 16 in Heilbronn-Sontheim bezogen.20 Dort lebte Zahner dann bis an sein Lebensende.21

Außer den beiden Häusern in der Horkheimer Straße 13 und in der Arnoldstraße 16 besaß die Familie Zahner-Bauer-Drautz südwestlich außerhalb von Sontheim einen großen Garten mit einigen Pavillonhäusern, die in der Nachkriegszeit vermietet waren. Der Pavillon-Komplex war als „Landhaus Zahner“ bekannt, der steile Zugangsweg am Hang war als „Kosmasbuckel“ im Winter eine beliebte Schlittenbahn der Sontheimer Kinder. Die Nachfahren erinnern sich außerdem daran, dass sich auf dem Zahner-Grundstrück ein Bunker befiunden haben soll.22 Heute sind die Gartenparzellen überbaut, die einstige Schlittenbahn ist heute die Straße „An der Ziegelhütte“.

1956 adoptierten Zahner und seine zweite Frau noch eine weitere Adoptivtochter, die am 31. März 1948 in Konstanz geborene Bärbel Amann. Das Mädchen stammte aus schlechten Verhältnissen, war das Kind von Alkoholikern, und wurde durch Zahner von Bärbel zu Iris umgetauft.

Der Lebensweg der unterschiedlichen Adoptivtöchter hätte dann auch weiter nicht unterschiedlicher sein können: Tochter Marte heiratete den Fotografen Hans Meier († 1976), der ab 1967 Alleininhaber der Fotowerbung Haarfeld & Co. in Heilbronn war.23 Tochter Iris geriet auf die schiefe Bahn, wurde Prostituierte und hatte auch sonst einen unsteten Lebenswandel.

In den 1950er Jahren war vom späteren Lebensweg der Adoptivtöchter freilich noch nichts zu ahnen. Bei der Adoption beider Kinder hatte sich Zahner über den Ratschlag seiner Schwester hinweg gesetzt, die von der Adoption abriet. Das Familienleben war sicher oft schwierig, nicht zuletzt wegen der großen Altersunterschiede innerhalb der Familie. Bei der Adoption der zweiten Tochter war Kosmas Zahner bereits 59 Jahre alt. Sein Wesen wird als kompliziert beschrieben. Er war zwar geschäftstüchtig und verstand es, sich und seine Motive zu vermarkten, gleichzeitig konnte er aber auch jähzornig sein.

Er blieb bis zum Rentenalter bei Landerer beschäftigt, zuletzt als Lithograph, und widmete sich danach nur noch seiner freien künstlerischen Tätigkeit.

Kosmas Zahner starb am 29. Juni 1977 in Weinsberg und wurde in Sontheim im Grab seiner ersten Frau bestattet. Später fanden in dieser Grabstelle auch Zahners zweite Frau Gertrud, die Adoptivtochter Iris sowie (deren Sohn?) ein Michael Zahner ihre letzte Ruhe.

Zahners Elternhaus in der Horkheimer Straße 13 wurde nach 1963 von der Stadt Heilbronn erworben und zugunsten einer Straßenverbreiterung abgerissen. Zahners Wohnhaus in der Arnoldstraße 16 befindet sich noch im Besitz von Verwandten. Seine Grabstätte und die seiner Eltern sind auf dem Sontheimer Friedhof erhalten.

Werk

Auf einer im Archiv der Stadt Heilbronn erhaltenen Werbekarte (möglicherweise noch aus den 30er Jahren???) brachte Kosmos Zahner „seine Gemälde und Zeichnungen in Erinnerung: Landschaften, Stilleben, Blumen und Tiere“.24 Später hatte er Briefpapier mit dem Slogan „Atelier Zahner malt und zeichnet alles“.

Dass er tatsächlich eine große Bandbreite von Gebrauchsgrafiken und freien Arbeiten geschaffen hat, belegt das erhaltene Werk des Künstlers. Am qualitätvollsten sind seine Zeichnungen mit Motiven aus Heilbronn und Sontheim, die als signierte Drucke Verbreitung fanden. Diese Arbeiten sind wohl Ende der 1960er oder Anfang der 1970er Jahre nach alten Fotos oder Postkarten gezeichnet und zeigen markante Szenen wie den Heilbronner Marktplatz, den Hafenmarkt, die Johannis- und Mosergasse in Heilbronn sowie die Ortsmitte von Sontheim und die Rahmer-Mühle vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Wesensmerkmal dieser Motive ist, dass der Zeichner keine freie künstlerische Auseiandersetzung mit den Motiven sucht, sondern dass er technisch versiert mit sicherem Strich und mit geübter Schraffurtechnik eine realistische zeichnerische Wiedergabe der Fotomotive erreicht.

Ebenfalls als signierte Schwarz-Weiß-Drucke fanden verschiedene Tierzeichnungen von Zahner Verbreitung. Bei den überwiegend vor weißem Hintergrund dargestellten Hunden, Kätzchen, Eichhörnchen und anderen Tieren gibt sich Zahner als routinierter Gebrauchsgrafiker zu erkennen, der keine komplexe Bildkomposition und keinen unverwechselbaren Stil anstrebt, sondern der mit fleißigem Federstrich anspruchslose, aber dennoch gefällige Motiv schafft. Möglicherweise dienten auch für diese Motive Fotos als Vorlage.

Eine gewisse zurückhaltende Gediegenheit spricht auch aus den von Zahner entworfenen Urkunden für verschiedene katholische Kirchen der Region um Heilbronn. So schuf er 1946 die Urkunde zur Grundsteinlegung der Kirche St. Maria Immaculata beim Südbahnhof in Heilbronn. Die Madonnenstatue dieser Kirche schuf übrigens der Holzbildhauer Adalbert Bauer, der Mann von Zahners Nichte Priska Bauer, der 1957 den Betrieb von Zahners verstorbenem Schwager Gebhard Bauer übernahm. 1955 gestaltete Zahner die Urkunden zur Grundsteinlegung der Fleiner Dreifaltigkeitskirche und zur Wiederaufnahme der Wallfahrten zur Talheimer Liebfrauenkirche. Auf der Urkunde für die Dreifaltigkeitskirche in Flein hat neben dem Dekan des Kapitels Neckarsulm, dem Pfarrer und dem Vikar von Sontheim, dem Berater des Bauherrn, den flämischen Baukaplänen, den Vertretern des Kirchenstiftungsrats, dem Fleiner Bürgermeister, dem Architekten und dem Bauunternehmer auch „der Graphiker der Urkunde: M. Kosmas Zahner“ unterschrieben.

Sein Werk wird abgerundet durch zahlreiche klein- und mittelformatige Ölgemälde. Den erhaltenen Werken nach hat er sich an Porträts, Landschaften und Ortsansichten, maritimen Szenen sowie Stillleben versucht. Einige seiner Werke befinden sich in städtischem Besitz: die Städtischen Museen Heilbronn haben von Zahner selbst 1950 ein Porträt von Robert Mayer angekauft und erhielten 1979 als Stiftung seiner Witwe noch vier weitere Werke, darunter eine Ansicht des Böckinger Bahnhofs. Das Stadtarchiv Heilbronn besitzt eine Landschaftsszene mit Birken sowie ein Stillleben mit Blumenstrauß in Vase. Im Kunsthandel und in Privatbesitz waren diverse mediterrane Szenen, eine Ansicht der Trinkhalle in Baden-Baden und eine Seeszene mit Segelboot nachweisbar. Außerdem sind mehrere kleinere und größere Blumenbilder bekannt.

Während Zahners grafisches Werk sich durch handwerkliches Können auszeichnet, ist die Qualität seiner Gemälde wechselhaft.

Durchaus gelungen ist sein Porträt des Heilbronner Arztes und Physikers Robert Mayer, das die Stadt Heilbronn 1950 erwarb. Mit grobem Strich setzt Zahner den bekanntesten Sohn der Stadt Heilbronn in Szene, wobei ihm im Inkarnat ein gekonntes Spiel von Licht und Schatten gelang. Eine gelungene Farbkomposition ist auch seine großformatige norwegische Fjordszene, die er für ein Heilbronner Ehepaar schuf, das seine Hochzeitsreise in den 1930er Jahren nach Norwegen absolviert hatte.

Sein charakteristischer grober und unruhiger Pinselstrich gibt manchen seiner Landschaftsgemälde einen Anflug von Expressionismus. Gleichermaßen lassen der grobe Duktus oder die oft unverhältnismäßigen Proportionen auch eine gewisse Unbeholfenheit des Künstlers erkennen.

Bei vielen Bildern offenbart sich, dass Zahner sich nicht auf die Komposition von Busch- und Laubwerk verstand. Bei der Landschaft mit Birken verliert sich der zwischen den Birken sichtbare Hintergrund der Szene in einem undefinierten dunklen Gestrüpp, das nach oben von einem genau so undefinierten hellen Himmel begrenzt wird. Bei den Landschaftsbildern im Besitz der Städt. Museen Heilbronn ist das Laubwerk nur grob hingemalt und wenig strukturiert.

Etliche Bilder von Zahner wirken halb leer, weil die Mitive keinen oder einen nur andeutungsweise gefüllten Hintergrund haben. Vor allem in den kleinformatigen Blumenbildchen Zahners spricht der sachliche Gebrauchsgrafiker zum Betrachter: Die jeweiligen Blumen, seien es Rosen, Nelken, Stiefmütterchen, Veilchen oder Tulpen, sind schnörkellos vor einem bisweilen zu groß wirkenden, neutralen hellen Hintergrund dargestellt. Bei vielen weiteren größeren Gemälden belässt es Zahner bei der Andeutung eines Hintergrundes.

Die im Kunsthandel nachweisbare Ansicht der Trinkhalle in Baden-Baden hat perspektivische und kompositorische Eigentümlichkeiten: das Gebäude schiebt sich wie ein kippender oder verdrehter Baukörper durch die Bildmitte, und das wieder einmal grob gezeichnete Laubwerk der flankierenden Bäume sowie der viel Bildfläche einnehmende, unruhig gemusterte Bodenbelag im Vordergrund lassen die Szenerie eigentümlich ungepflegt erscheinen.

Seine kleinformatige Ansicht des Heilbronner Hafenmarktes, auf dem eine Topfverkäuferin auf Kunden wartet, hat Zahner als Grafik und als Gemälde ausgeführt. Während der feine Strich der Grafik dem Platz seine Weite lässt, wirkt die selbe Szenerie als Gemälde wegen der groben Ausführung des Astwerks der Bäume eigentümlich gedrängt und bewaldet.

Im Gesamtwerk erscheint Max Kosmas Zahner als Gebrauchskünstler, der hauptsächlich auf das Wesentliche reduzierte, sachliche Motive schuf. Seine Grafiken mit Heilbronner Ortsansichten schöpfen aus dem Fundus tradierter und beliebter Motive. Seine kleinen Tier- und Pflanzenbilder sind von anrührender Schlichtheit. Seine größeren Gemälde haben bisweilen expressionistische Züge, können aber nicht immer überzeugen. Keines seiner Werke erzählt eine Geschichte oder hat eine irgendwie geartete metaphysische Bedeutungesebene.

Mit seiner einfachen Kunst hat Zahner in den 1950er und 1960er Jahren durchaus den Massengeschmack getroffen. Nach den wilden Zwanzigern, nach der ideologiegeschwängerten Kunst der NS-Zeit und nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs stand unverfängliche, rein dekorative Kunst hoch im Kurs. Zahners Bilder waren in Heilbronner Kunsthandlungen erhältlich, einige Werke tragen Stempel oder Aufkleber der 1955 in der Heilbronner Hafenmarktpassage eröffneten Kunsthandlung Otto Schifer (spätere Galerie Seiler). Außerdem soll er intensiv mit dem Heilbronner Kunsthaus Reim zusammen gearbeitet haben, wo er zeitweise bald täglich Bilder rahmen ließ. Vom internationalen Kunstmarkt blieb Zahner freilich völlig unbeachtet und bis zum heutigen Tag tauchen seine Werke eher als Zufallsfunde statt in Auktionskatalogen auf.

Eine Zeitgenossin des Sontheimer Malers war die in München geborene Malerin Hermine Zahner (1912-1981), die zahlreiche Blumenstillleben schuf. Sie signierte mit „h. Zahner“, wobei sie das kleine h des Vornamens in Kurrentschrift, ihren Nachnamen in lateinischer Schreibschrift schrieb. Werke des Sontheimer Malers, der seine Gemälde mit „Zahner“ in lateinischer Schreibschrift mit markantem, nach unten gezogenen Z signierte, werden auf dem Kunstmarkt gelegentlich der bekannteren Münchner Malerin zugeschrieben.

Alle bekannten Werke:

Gemälde

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Zahner-Cosmas-Kopie-Robert-Mayer-1950-768x1024.jpg

Porträt von Robert Mayer, 32 x 26 cm, Städt. Museen Heilbronn, Inv. Nr. 69. Die Stadt Heilbronn hat das Gemälde noch von Zahner selbst im September 1950 erworben. Eine kleinere Fassung des Porträts befindet sich im Besitz von Zahners Nachfahren.25

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist neckarstrasse.jpg

Obere Neckarstraße in Heilbronn, 34 x 44 cm, Privatbesitz. Das Bild befindet sich im Besitz der Nachkommen von Klaus Rieker, der gemeinsam mit Zahner bei Fa. Landerer in Heilbronn arbeitete.26

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Zahner-Hafenmarkt-1944.jpg

Hafenmarkt in Heilbronn, Öl/Lwd., Städt. Museen Heilbronn.27

Trinkhalle in Baden-Baden, Öl auf Karton, 50 x 67 cm, Richter & Kafitz, Bamberg, 13. August 2011, Lot GE4181, verk. für 180 Euro.28

Bäume am Bach, Öl/Lwd., Städt. Museen Heilbronn. Aus einer Gruppe von vier Gemälden, die Frau Zahner den Städt. Museen Heilbronn 1979 aus dem Nachlass des Malers gestiftet hat.

Böckinger Bahnhof, Öl/Lwd., Städt. Museen Heilbronn. Aus einer Gruppe von vier Gemälden, die Frau Zahner den Städt. Museen Heilbronn 1979 aus dem Nachlass des Malers gestiftet hat.

Landschaft mit Birken, 50 x 69 cm, auf Pappe, Stadtarchiv Heilbronn, aus dem Nachlass von Bruno Brennmehl (1889-1966), der ebenfalls bei Landerer arbeitete und wahrscheinlich auch mit Zahner befreundet war.29

Mediterrane Szene, ca. 70 x 100 cm, Privatbesitz.30 Eine sehr ähnliche Szene ist auf einem alten Zahner-Familienfoto im Hintergrund zu sehen. Eventuell ein häufig jeweils gering variiert wiederholtes Motiv.

Oberitalienische Szene, 59 x 79 cm, Öl auf Karton, gerahmt. Kunstsammlung Schmelzle, Bad Wimpfen, Inv. Nr. 2019.05131

(ohne Abb.) Oberitalienische Landschaft, Öl/Lwd., Städt. Museen Heilbronn. Aus einer Gruppe von vier Gemälden, die Frau Zahner den Städt. Museen Heilbronn 1979 aus dem Nachlass des Malers gestiftet hat.

Norwegische Fjordlandschaft, 67 x 98 cm, auf Holz, rechts unten signiert “Zahner”, neu gerahmt. Kunstsammlung Schmelzle, Bad Wimpfen, Inv. Nr. 2019.042. Das Bild stammt aus dem Nachlass eines Heilbronner Paares, das seine Hochzeitsreise kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Norwegen machte.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist zahner-seelandschaft.jpg

Seelandschaft, 24 x 30 cm, auf Karton, im August 2019 im Angebot bei ebay.de.32

Segelboot, 46 x 35 cm, auf Malpappe, links unten signiert “Zahner”, gerahmt im Stil der Zeit. Kunstsammlung Schmelzle, Bad Wimpfen, Inv. Nr. 2019.013.

Löwengruppe, Öl/Lwd., Städt. Museen Heilbronn. Aus einer Gruppe von vier Gemälden, die Frau Zahner den Städt. Museen Heilbronn 1979 aus dem Nachlass des Malers gestiftet hat.

Blumenstilleben, 35 x 48 cm, Öl auf Pappe, Stadtarchiv Heilbronn, aus dem Nachlass Brennmehl.33

Blumenstillleben, 62 x 81 cm, auf Karton, im Sommer 2019 im Angebot bei ebay.de.34

Stillleben mit Hortensienstrauß, 70 x 97 cm, auf Platte. Das Bild wurde bei Eppli Auktionen in Stuttgart am 21. Juni 2014 als Lot 1626 versteigert. Bei der Auktion war es falsch zugeschrieben an Hermine Zahner.

Vier kleine Blumenstillleben: Veilchenstrauß, Tulpen, Nelken und Rosen, Slg. Herrmann, Schwaigern.

Stiefmütterchen, 15,5 x 13,5 cm, auf Holz, links unten signiert “Zahner”, gerahmt im Stil der Zeit. Kunstsammlung Schmelzle, Bad Wimfen, Inv. Nr. 2019.012.

Kleines Rosenstillleben, Öl auf Karton, 11 x 8,5 cm, im April 2019 im Angebot bei ebay.de.35

Kleines Rosenstillleben, vermutlich gleichartige Größe und Beschaffenheit wie die weiteren kleinen Blumenbilder, im August 2019 angeboten auf einem Kleinanzeigenportal.36

Grafiken

Die Grafiken mit Heilbronner Vorkriegsmotiven entstanden vermutlich in den 1960er oder 1970er Jahren nach alten Fotovorlagen.

Marktplatz in Heilbronn, mit Beischrift und Signatur, Privatbesitz.37

Johannisgasse in Heilbronn, 37 x 30 cm, signierter Druck, unter dem Druckbild bezeichnet „Schönste Gasse v. Heilbronn (Johannis-Gasse) vor der Zerstörung“ und signiert „Zahner“. Kunstsammlung Schmelzle, Bad Wimpfen, Inv. Nr. 2019.030.

Johannisgasse in Heilbronn, 30 x 42 cm, signierter und von Hand schraffierter Druck, unter dem Druckbild bezeichnet: „Johannis-Gasse, 1596 schönste Gasse von Heilbronn vor der Zerstörung 1944“. Stadtarchiv Heilbronn38

Hafenmarkt in Heilbronn, Privatbesitz.39 Das Motiv entspricht dem bereits zuvor gezeigten kleinformatigen Gemälde im Besitz der Städt. Museen Heilbronn. Ein weiteres Exemplar in Privatbesitz ist bekannt.40

Mosergasse in Heilbronn, Privatbesitz.41

Kirchbrunnenstraße in Heilbronn, Privatbesitz.42

Ansicht der St.-Martinus-Kirche in Sontheim, 31 x 43 cm, signierter und von Hand schraffierter Druck, unter dem Druckbild handschriftlich bezeichnet, Stadtarchiv Heilbronn43

Ansicht der Rahmer-Mühle in Sontheim, 42 x 30 cm, signierter und von Hand schraffierter Druck, unter dem Druckbild handschriftlich bezeichnet „Ehemalige Deutsch Ordens-Mühle 1534 (Rahmers Mühle) in Heilbronn-Sontheim vor der Zerstörung im Hitler-Krieg 1945“. Stadtarchiv Heilbronn44 Ein weiteres Exemplar aus Privatbesitz ist bekannt.45

Schwarzwaldszene, 30 x 42 cm, signierter und von Hand schraffierter Druck, unter dem Druckbild handschriftlich bezeichnet „O Schwarzwald, o Heimat!“ Stadtarchiv Heilbronn46

Wegkreuz mit Kind vor Gebirgslandschaft, 30 x 42 cm, signierter und von Hand schraffierter Druck, unter dem Druckbild handschriftlich bezeichnet „Vertraue immer auf ihn!“ Stadtarchiv Heilbronn47

Konvolut von sieben Grafiken (Federzeichnungen oder Drucke): Kirchbrunnenstraße, Hafenmarkt, Johannisgasse, Fischergasse und Marktplatz in Heilbronn sowie zwei Ansichten der Sontheimer Kirche, Städt. Museen Heilbronn48

(ohne Abb.) Konvolut Tierzeichnungen in unterschiedlichen Formaten, handsignierte Drucke, Stadtarchiv Heilbronn49

Einzelnachweise

Für Unterstützung bei dieser Recherche danke ich Walter Hirschmann vom Stadtarchiv Heilbronn, auf dessen Aufzeichnungen aus den 1990er Jahren zu Gesprächen mit der damals noch lebenden Witwe des Malers die grundlegenden Informationen zur Boigraphie des Malers zurück gehen und der im Juni 2019 ein Gespräch mit den Großnichten des Malers ermöglicht hat, aus deren Aussagen sich ein schlüssiges Bild der persönlichen Verhältnisse Max Kosmas Zahners zeichnen ließ. Dank gebührt außerdem Achim Frey vom Stadtarchiv Heilbronn, Dr. Rita Täuber von den Städtischen Museen Heilbronn sowie Daniela Kraus vom Standesamt Heilbronn.

  1. So in den Unterlagen zum Verkauf des Zahnerschen Anwesens in der Horkheimer Straße 13 an die Stadt Heilbronn 1963. Nach anderen Angaben im Stadtarchiv Heilbronn war der Vater Fabrikarbeiter in Sontheim, d.h. dort wohl entweder bei der Zwirnerei Ackermann oder bei der Schuhfabrik Wolko beschäftigt.
  2. Eberbach war ab 1899 als Kunsterzieher am Realgymnasium und an der Gewerbeschule in Heilbronn tätig. Vgl. Stadtarchiv Heilbronn, Zeitgeschichtliche Sammlung, ZS-14442.
  3. Foto: Stadtarchiv Heilbronn, Fotomappe zu Kosmas Zahner, Archivsignatur F001M-5526
  4. Eine Postkarte von Zahner vom 2. Juni 1919 aus Paris befindet sich im Bestand der Städt. Museen Heilbronn. Zahner grüßt recht herzlich aus Paris als Teil der deutschen Friedensdelegation in Versailles und kündigt an, vielleicht am 14. Juni mit seinem Mädchen einen Besuch bei der Familie in Sontheim zu machen.
  5. Städt. Museen Heilbronn, Akten zu Max Kosmas Zahner. Inhalt der Karte: „Paris 2. Juni 19. Euch allen recht herzl. Grüße. Ist Herr Jäger bei Euch? Ich komme vielleicht am 14. Juni mit meinem Mädchen. Euer M Kosmas Zahner, deutsche Friedensdelegation, Versailles, über Berlin C2 Kabinettpost. Gebührenfrei. Familie K. Zahner, Sontheim b. Heilbronn, Württembg.“
  6. Handschriftliche Notiz Zahners auf einem Foto der Grabstelle.
  7. Heilbronner Stimme, Artikel vom 16. März 1974 und vom 3. März 1989, im Stadtarchiv Heilbronn, Zeitgeschichtliche Sammlung, ZS-11066.
  8. Anschriftenbuch der Stadt Heilbronn a. N. 1938/39, S. II 280.
  9. Anschriftenbuch der Stadt Heilbronn a. N. 1938/39, S. II 10 und S. III 278.
  10. Namenslisten der NSDAP-Mitglieder und NS-Funktionäre in Sontheim, Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur C008-60.
  11. Ernst Keller, geb. 16. Februar 1898, wohnhaft Mauerstr. 1 in Sontheim.
  12. Karl Wasserbäch, geb. 18. November 1898, Kaufmann, wohnhaft Mauerstr. 7 in Sontheim. Auch seine Frau und seine Tochter waren NS-Funktionäre.
  13. Eugen Hanselmann, geb. 24. März 1902, ab 1930 Verwaltungsoberinspektor, wohnhaft Sommerau 24 in Sontheim. Er war 1919 Mitbegründer des VfB Sontheim, 1921 der Naturfreunde Sontheim und 1924 des Arbeiter-Samariter-Bundes. Der NSDAP trat er 1933 bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er der SPD an, war von 1948 bis 1951 Vorsitzender des Sontheimer Musikvereins, 1949 Mitbegründer des Allgemeinen Beamtenbundes in Heilbronn und ab 1952/53 Vorsitzender des Sontheimer SPD-Ortsvereins. 1956 übernahm er die Außenstelle des Heilbronner Arbeitsamtes im Durchgangslager Weinsberg. Er war bis 1965 Leiter der Zentralen Vermittlungsstelle beim Heilbronner Arbeitsamt. Von 1960 bis 1975 war er Gemeinderat der SPD. Er starb am 12. November 1976. (Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur ZS-10964)
  14. Karl Christ, geb. 25. Oktober 1909 in Öhringen, Kaufmann, heiratete am 31. August 1940 die Sontheimerin Gertrud Volk und wohnte mit dieser in der Bundschuhstraße 8/2 im Haus der Schwiegereltern. Er erscheint nicht in den Namenslisten der NSDAP-Mitglieder und NS-Funktionäre in Sontheim (Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur C008-60).
  15. Susanne Lachenicht: Mythos Trümmerfrau? Trümmerräumung in Heilbronn (1944–1950), in: Christhard Schrenk und Peter Wanner (Hrsg.): heilbronnica 2. Beiträge zur Stadtgeschichte, Stadtarchiv Heilbronn 2003, S, 319-360, hier S. 342-343.
  16. Stadtarchiv Heilbronn, Zeitgeschichtliche Sammlung, Archivsignatur ZS-9613.
  17. Lachenicht: Mythos Trümmerfrau? a.a.O., S. 343.
  18. Sie war die Tochter von Gustav Hermann Drautz (* 1877 in Heilbronn) und Frida geb. Ullmann (* 1890 in Kirchheim am Neckar).
  19. Adressbuch der Stadt Heilbronn 1950, S. 195.
  20. Adressbuch der Stadt Heilbronn 1954, S. I 235 und II 5.
  21. Siehe Adressbuch der Stadt Heilbronn 1964, S. 291 und Adressbuch der Stadt Heilbronn 1968/69, S. II 142.
  22. Denkbar wäre z.B. einer der Bunker der Neckar-Enz-Stellung. Recherche auf altem Kartenmaterial im Stadtarchiv Heilbronn blieb ergebnislos.
  23. Stadtarchiv Heilbronn, Zeitgeschichtliche Sammlung, Archivsignatur ZS-2873.
  24. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur ZS-9613.
  25. Siehe auch Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur D032-419.
  26. Mitteilung von Stefan Jörg, Landsberg am Llech, November 2019.
  27. Kleinformatiges Bild, Provenienz im Bestand der Städt. Museen unbekannt
  28. https://www.richter-kafitz.de/en/auctions/cat/gemaelde/auktion/10/seite/17.html
  29. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-1173. Vgl. auch Archivbestand D100-192 (Dokumente von Bruno Brennmehl 1889-1966).
  30. War im Juni 2019 im Angebot bei ebay Kleinanzeigen und sollte 450 Euro kosten.
  31. Das Bild war im Oktober 2019 im Angebot bei ebay.de, Artikelnr. 273885205478, Anbieter: Fineartantik Kunsthandel Olav Weigt GmbH in 47608 Geldern
  32. Anbieter: Kolb Antik Ulm, Angebots Nr. 113851581953, verk. für 9,99 Euro.
  33. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-1174
  34. Die Abbildung ließ sich nur noch über einen Zweitverwerter der Ebay-Artikelbilder aufrufen, keine Artikelnr. und kein Anbieter des originalen Angebots mehr bekannt.
  35. Anbieter war Kunsthändler Hanno Boettcher, Mühltal, URL https://www.ebay.de/itm/262922235201. Als das Bild im November 2019 wiederholt auftauchte, sollte es 69,90 Euro kosten.
  36. Der Anbieter nannte sich „Sevic“ und war aus Heilbronn, schrieb das Bild aber einem „Maler Zaher (1912-1981)“ zu und hatte illusorische Preisvorstellungen von 400 bis 600 Euro. Wieder mal ein klassischer Fall von wertsteigernder „Verwechslung“ mit der Blumenmalerin Hermine Zahner, deren Lebensdaten genannt wurden. Nach etlichem Hin und Her ließ sich der Anbieter davon überzeugen, dass das Bild nicht von der Münchner Blumenmalerin ist. Er bot es dann als Bild von „Max Kosman Zahner“ an. Ob sich der (fast) richtige Malername dann auch auf die Preisgestaltung ausgewirkt hat, haben wir nicht mehr verfolgt.
  37. Aus einem Bestand von vier gleichartig gerahmten und signierten Motiven, die dem Stadtarchiv Heilbronn aus Privatbesitz angezeigt wurden.
  38. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-2997.
  39. Aus einem Bestand von vier gleichartig gerahmten und signierten Motiven, die dem Stadtarchiv Heilbronn aus Privatbesitz angezeigt wurden.
  40. Mitteilung von Markus Hopp, Dezember 2019.
  41. Aus einem Bestand von vier gleichartig gerahmten und signierten Motiven, die dem Stadtarchiv Heilbronn aus Privatbesitz angezeigt wurden.
  42. Aus einem Bestand von vier gleichartig gerahmten und signierten Motiven, die dem Stadtarchiv Heilbronn aus Privatbesitz angezeigt wurden.
  43. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-2995.
  44. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-2996.
  45. Mitteilung von Markus Hopp, Dezember 2019.
  46. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-2998.
  47. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-2999.
  48. Die Objekte waren bei Recherchen im Oktober 2019 leider nicht im Original zugänglich, Reproduktionen lagen jedoch vor.
  49. Stadtarchiv Heilbronn, Archivsignatur E005-3000.