Über den Künstler Felix Billing, von dem wir neben unserem Gemälde bislang nur eine ebenfalls aus den 1920er Jahren stammende Rötelzeichnung kennen, konnten wir nur wenig in Erfahrung bringen. Im 1937 erschienenen Adressbuch von Beuthen, woher das Motiv unseres Gemäldes stammt, taucht der Name Billing nicht auf. Ein Kunstmaler dieses Namens ist in den einschlägigen Archiven für diese Zeit nicht nachweisbar.
Als Maler des Bildes kommt vielleicht der Architekt Felix Billing in Frage, der in den 1920er Jahren als Schatzmeister dem Wirtschaftsverband der Deutschen Ingenieure und Techniker in Polnisch Oberschlesien mit Sitz in Katowice angehörte.1 Bei ihm handelt es sich vielleicht um den 1886 geborenen Architekten Felix Billing, der nach 1945 in Iserlohn die Entnazifizierung durchlief.2
Ein weiterer Namensträger ist der am 30. September 1939 in Oehringen im Alter von 48 Jahren verstorbene Felix Billing aus Karlsruhe.3 Dieser Felix Billing war Schlosser und lebte in der Putlitzstraße 16. Er hatte 1938 den Tod seiner einzigen Tochter Hedwig durch einen tragischen Unglücksfall zu beklagen.4 Ebenfalls in Karlsruhe lebte für kurze Zeit der Kunstmaler Fridolin Billing, der 1925/26 am Leopoldsplatz 7c wohnte und 1926 sein Atelier in der Kriegsstr. 13 hatte.5
Werk in der Kunstsammlung Schmelzle

Weitere nachweisbare Werke

Einzelnachweise
- Gazeta Urzedowa Województwa Slaskiego, 14. Oktober 1922, S. 15.
- https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_53b900d6-786c-4abe-a065-8a84c8cf4588
- Todeanzeige in „Der Führer“, Nr. 273, vom 3. Oktober 1939, S. 5.
- Todesanzeige für Hedwig Billing in „Der Führer“ Nr. 64, vom 6. März 1938, S. 14.
- 1923 noch nicht im Adressbuch genannt. Adressbuch Karlsruhe 1925, S. III.48. Adressbuch Karlsruhe 1926, S. III.49. 1929 wird Fridolin Billing nicht mehr genannt.
- designclassics24.eu