Elisabeth Gabor

Elisabeth Gabor, eigentlich Gabriele Orschel (* 1927) war Kunstmalerin in Waibstadt. Sie schuf zahlreiche großformatige Gemälde, in denen die Farbharmonie der bestimmende Faktor ist. Auch ihr Mann Hans Orschel (1924-2004) war künstlerisch tätig.

Sie wurde 1927 in Potsdam geboren und studierte an der Kunstakademie in Berlin bei Prof. Debus, wo sie auch ihren späteren Gatten Hans Orschel kennenlernte. Das Paar zog 1953 nach Süddeutschland. Er wurde Hauptschullehrer in Hoffenheim, sie war abwechselnd freiberuflich und in verschiedenen Bereichen angestellt tätig. Ab 1977 lebte das Paar in Waibstadt, wo Elisabeth Gabor ein eigenes Atelier mit Ausstellungsräumen hatte, in denen von 1983 bis 1993 jährliche eigene Ausstellungen stattfanden.

Die Werke der Künstlerin zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf die naturalistische Wiedergabe des Wahrgenommenen zugunsten einer musikalischen Gestaltung in Farbe und Form verzichten. 2018 schrieb die Künstlerin darüber: „In diesem Sinne bin ich bestrebt, in meiner Malerei mit Farben und Formen musikalische Klänge, harmonische Schwerpunkte zu setzen. […] Jede Farbe kann in verschiedenen Tönen erklingen, die Urfarben leuchten besonders, wenn sie umgeben sind von Mischfarben. Harmonie der Farben, die man gerne wirken lässt.“

Ihre Ölbilder fanden nicht nur regional, sondern auch überregional Absatz. Private Sammlungen ihrer Ölgemälde gibt es u.a. in Berlin und bei Leonberg. Für kurze Zeit versuchte sie auch, die USA als Absatzmarkt zu erschließen, wo eines ihrer Gemälde um 1990 die Titelseite einer Zeitschrift zierte. Gemeinsam mit ihrem Mann schuf sie auch zwei Fresken, eine Drahtplastik in Rastatt und Wandmalereien bei Heidelberg, Waibstadt und Böblingen/Sindelfingen.

Sie schloss sich keinem Kunstverein an, hatte ab 1979 aber immner wieder Einzelausstellungen. 2005 fand eine Gesamtausstellung aller Gemälde des Künstlerpaares in der vom Sohn Christian Orschel betriebenen Galerie „Altes Bergwerk“ in Wiesloch statt. 2007 waren 35 Gemälde der Künstlerin im Foyer der Realschule Waibstadt ausgestellt. Von 2008 bis 2010 befanden sich einige ihrer Gemälde als Leihgaben im Rathaus von Waibstadt. Im Eigenverlag sind mehrere kleine Schriften von und über die Malerin und ihre Werke erschienen.1

Werk in der Kunstsammlung Schmelzle

Inv. Nr. 2021.008: Stillleben mit Blumen und Kaffeegeschirr

Einzelnachweise

  1. Angaben zu Biografie und Werk nach Auskünften des Sohnes Christian Orschel, Februar 2021.