Zigeunerin mit Vase (N.N.)

Inv. Nr. 2021.034

Beschreibung

80 x 60 cm, auf Leinwand, gerahmt

Unten unleserlich signiert “Morcel”, “Moval” o.ä.?

Obwohl es in unseren Zeiten der Cancel Culture Bestrebungen gibt, den Begriff „Zigeunerin“ zu tabuisieren, ist es dennoch die gängige Bezeichnung für das Motiv der schwarzhaarigen Schönen, die oft nur leicht bekleidet und mit Goldschmuck versehen von vielen Malern der 1950er bis 1980er Jahre dargestellt wurde. In diesen Bildern geht es auch nicht darum, eine Volksgruppe zu diffamieren oder Klischees zu bedienen, sondern sie sind Ausdruck des Lebensgefühls der Nachkriegsjahrzehnte, als es den Deutschen möglich war, Reisen nach Ungarn oder Jugoslawien zu unternehmen, wo sie mit südosteuropäischer Lebensfreude konfrontiert wurden. Mit einem derartigen Bild hielt man sich das Erlebte in guter Erinnerung. Manche derartigen Frauenbildnisse haben auch noch ein männliches Pendant, oft wie im Fall unserer Zieunerin mit Tambourin (Inv. Nr. 2019.025) einen Geiger.

 

 

 

 

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