Hellmuth Koos (geb. 1913) hatte einen Maler- und Tapeziererbetrieb in Heilbronn, bot aber auch die Ausführung von Reklame und Ölgemälden an. Er zog 1974 mit seinem Betrieb nach Abstatt, wo 1988 die Hellmuth-Koos-Straße nach ihm benannt wurde.
Leben
Hellmuth Koos wurde am 9. September 1913 geboren. Von 1927 bis 1931 absolvierte er eine Ausbildung zum Maler und Lackierer bei Fa. Weber in Stuttgart. 1938 bestand er die Meisterprüfung und eröffnete einen Malerbetrieb in der Beinstraße 42 in Aalen. Nachweislich von datierten und mit Ort bezeichneten Gemälden war er bereits während des Zweiten Weltkriegs in Heilbronn, wo er 1947 unterstützt von seiner Ehefrau Selma einen neuen Betrieb gründete.

Sein Heilbronner Betrieb erhielt eine große Zahl öffentlicher Aufträge im Rahmen des Wiederaufbaus der im Krieg stark zerstörten Stadt. Koos erledigte Malerarbeiten am Gerichtsgebäude in der Heilbronner Wilhelmstraße, am benachbarten Wilhelmsbau oder an der St.-Peter-und-Pauls-Kirche im Heilbronner Deutschhof. Er führte ausserdem in zahlreichen sozialen Wohnungsbauprojekten Malerarbeiten aus. Sein anfangs in einer Garage „In der Gais“ befindlicher Betrieb zog 1954 in einen Neubau in der Goethestraße und 1960 in größere Betriebsräume in der Staehlenstraße 44 in Heilbronn-Sontheim. Neben der Ausführung von Maler-, Lackier- und Tapezierarbeiten bot das Unternehmen auch ausdrücklich die Erstellung von Reklametafeln und Ölgemälden an.

Das Unternehmen von Hellmuth Koos vergrößerte sich kontinuierlich, so dass man 1974 in einen Neubau nach Abstatt zog. Neben Instandsetzungsarbeiten für Baugenossenschaften im sozialen Wohnungsbau wurde dort das Beschichten von Türen und Fensterläden mit Kunststoff zu einem Hautgeschäftsfeld des inzwischen auf 18 Mitarbeiter angewachsenen Betriebes. 1978 übergab Hellmuth Koos die Geschäftsführung an seinen Sohn Peter.

In Abstatt wurde die Hellmuth-Koos-Straße nach dem Firmengründer benannt.
(Anfrage nach Todesdatum an Gemeinde Abstatt am 19. März 2026)
Werk in der Kunstsammlung Schmelzle

Weitere nachweisbare Werke





