Vier maritime Grafiken (Richard Fleissner)

Inv. Nr. 2026.002

Beschreibung

Radierungen, Motivgröße je ca. 11 x 14 cm, Blattgröße je ca. 22 x 27 cm, nicht gerahmt

Bezeichnet „Fischerbarken in Chioggia“, „Fischerboote“, „Italienisches Fischerdorf“.

Richard Fleissner (1903-1989) wurde in Tuschkau im Egerland geboren und studierte Kunst an der Deutschen Universität in Prag. Er gehörte der Prager Secession an und war von 1928 bis 1940 Professor an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Gablonz. Als Vertreter moderner tschechoslowakischer Kunst wurden seine Werke 1937 als „entartet“ eingestuft. Von 1941 bis 1945 leistete er Kriegsdienst. Aus der CSSR 1946 geflohen, wurde er 1948 in München Professor an der Deutschen Meisterschule für Mode. Reisen führten ihn hauptsächlich nach Italien, wo er neue Motive fand. In den 1960er Jahren wurde Fleissner Landesleiter der Sudetendeutschen Künstlergilde, mit der er zahlreiche Ausstellungen bestritt. Nach einer Phase der starken Abstrahierung in den 1960ern umfasst sein Spätwerk insbesondere Bilder des norddeutschen Wattenmeers. (Ausführliche Biografie bei kulturstiftung.org)

Unsere Bilder mit den maritimen italienischen Motiven stammen wahrscheinlich aus der frühen Nachkriegszeit, als Fleissner mehrmals nach Italien reiste. Vor allem die „Fischerboote“ betitelte Grafik lässt erkennen, dass seine Motivauffassung bereits über die rein gegenständliche Wiedergabe hinausgeht und der Künstler auf der Suche nach Wegen der Abstraktion ist.

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