Blick auf Sontheim a. N. (Robert Carle, 1914)

Inv. Nr. 2026.013

Beschreibung

38 x 52 cm, auf Leinwand, gerahmt

Rechts unten signiert und datiert „R. Carle 1914“, rückseitig mit Bleistift auf Keilrahmen mglw. von anderer Hand bezeichnet „Blick auf Sontheim a./N., Robert Carle, Heilbronn-Böckingen“.

Robert Carle (1892-1952) war Maler und Bildhauer aus Böckingen bei Heilbronn. Er machte eine Ausbildung zum Zeichner und Modelleur bei der Heilbronner Silberwarenfabrik Bruckmann, diente im Ersten Weltkrieg, und war danach freischaffend in Böckingen tätig. Er beteiligte sich an den Jahresausstellungen des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart und des Kunstvereins Heilbronn. Seine Landschafts- und Städtebilder missfielen 1935 der Reichskammer der bildenden Künste, so dass er sich zeitweilig auf Stillleben, Porträts und kunstgewerbliche Arbeiten beschränkte.

Auf unserem Bild stellt der Maler den noch nicht kanalisierten Lauf des Neckars zwischen Böckingen und Sontheim im Jahr 1914 dar. Der Blick fällt auf Sontheim, dessen Silhouette von hoch aufragenden Schornsteinen bestimmt wird. Die Schornsteine könnten alle zur Fa. Ackermann gehört haben, die in Sontheim eine große mechanische Zwirnerei bertrieb und der größte Arbeitgeber des Ortes war. Auf einem Ackermann-Rechnungsbogen von 1920 erkennt man vier dicht nebeneinander stehende Schorsteine sowie etwas entfernt davon einen weiteren einzelnen.

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