Waltraud Bieser

Waltraud Bieser (* 15. September 1933)1 ist Hobbymalerin aus Bad Friedrichshall, wo sie insbesondere in der Zeit um 2005-2015 immer wieder mit ihren Bildern in die Öffentlichkeit trat. Vermutlich kam sie erst im Rentenalter zur Malerei. Einen Zugang zu Hobbymaler- und Kunstgewerbe-Ausstellungen könnte sie über handgefertigte Barbie-Kleider gefunden haben, die sie bereits seit den 1970ern fertigte.

Ihr Mann Alfons Bieser (1932-2013)2 schuf ebenfalls kunstgewerbliche Stücke. Gemeinsam namen sie an den jährlichen Bilderbörsen und kunstgewerblichen Ausstellungen in der Otto-Klenert-Realschule in Bad Friedrichshall teil.3

In ihren Bildern bemühte sie sich primär um gefällige Motive. Ihre Blumen- und Landschaftsbilder sind meist an der Grenze zur naiven Malerei. Mit dem „Vulkanausbruch“ schuf sie jedoch auch ein Bild, das den Rahmen der gefälligen Gebrauchskunst verlässt. Die für überraschende Lichtspiegelungen aufgebrachten winzigen Spiegelstücke sind im Rahmen dieses Motives zwar eine eigenwillige Idee, rücken jedoch auch dieses, ansonsten ganz auf seine flächige Farbigkeit setzende Motiv wieder in die Nähe von kitschiger Gebrauchskunst, wo größere Spiegelscherben sonst regelmäßig ein Garant für mangelnden künstlerische Originalität sind.

Wir bekamen den Vulkanausbruch mit einem ganzen Konvolut weiterer Bilder der Künstlerin angeboten, konnten uns dann aber nur zum Erwerb des einen Stückes entschließen.

Werk in der Kunstsammlung Schmelzle

Inv. Nr. 2020.065: Vulkanausbruch

Sonstige Werke

Rosenstrauß, Privatbesitz.
Sonnenblumenstrauß, Privatbesitz.
Callastrauß, Privatbesitz.
Zwei Schwäne mit ihren Jungen auf einem Gewässer, Privatbesitz.
Winterliches Dorf mit Wehrmauern und Türmen, Privatbesitz.
Steinerne Brücke im Wald, Privatbesitz.
Gebirgsszene, Privatbesitz.

Einzelnachweise

  1. Gratulation zum 82. Geburtstag am 15. September 2015 in Friedrichshaller Rundblick, Nr. 37/2015, 10. September 2015, S. 6. (online)
  2. Traueranzeige
  3. Plattform für die Hobbykünster der Stadt, Heilbronner Stimme vom 23. Oktober 2006. Ein klares Auge und stets einen frischen Pinsel parat, Heilbronner Stimme vom 23. Oktober 2007.