Seelturm und Zundeltor in Ulm (Rudi Scheffler, 1946)

Inv. Nr. 2021.053

Beschreibung

73 x 57 cm, auf Holz, gerahmt

Rechts unten signiert “Rudi Scheffler 1946”, rückseitig Stempel “Rudi Scheffler / Gebr. Graphiker / Ulm […]“.

Über Rudi Scheffler konnten wir bislang nur wenig in Erfahrung bringen. Als Gebrauchsgrafiker schuf er in den späten 1950ern und in den 1960ern diversen Buchschmuck für Ebner in Ulm, außerdem war er an der Ausgestaltung der Ulmer und Neu-Ulmer Stadtpläne um 1970 beteiligt. Sein für uns nachvollziehbares Werk klingt so, als ob er einer jener typischen Nachkriegskünstler gewesen wäre, die als Grafiker für Unternehmen arbeiteten, aber auch noch ein freies künstlerisches Werk schufen.

Unser Gemälde zeigt eine markante Ansicht aus Schefflers Ulmer Heimat: den Seelturm und das Zundeltor, die beide zur hochmittelalterlichen Ulmer Stadtbefestigung zählen. Nachdem der Turm einige Jahrhunderte für die Lagerung von Sprengmitteln als halboffener Turm bestanden hatte, wurde er 1638 zum allseitog geschlossenen Wasserturm umgebaut. Auch nach Beginn der Kanalisierung Ulms in den 1870er Jahren diente der Turm noch für einige Zeit zur Wasserversorgung des Ulmer Schlachthofs. Später wurden zwei Stockwerke in den Turm eingezogen, die heute vom Deutschen Alpenverein als Vereinsräume genutzt werden.

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