Friedrich-Ebert-Brücke mit Kaiserstraße in Heilbronn (N.N.)

Inv. Nr. 2021.022

Beschreibung

28 x 40 cm, kolorierte Bleistiftzeichnung, hinter Glas gerahmt

Rechts unten unleserlich signiert.

Die Friedrich-Ebert-Brücke in Heilbronn verbindet die Kaiserstraße mit der Bahnhofstraße und damit die Heilbronner Innenstadt mit der Bahnhofsvorstadt. Die Brücke ist in etwa an der Stelle, wo bereits in der Vorzeit eine Neckarfurt die Überquerung des Flusses ermöglichte, wo sich im 8. Jahrhundert ein fränkischer Königshof befand und wo seit dem hohen Mittelalter eine Brücke über den Fluss nachweisbar ist. Die Möglichkeit, an dieser Stelle den Neckar zu überqueren, war essentiell für die Gründung und Entwicklung der Stadt Heilbronn.

Nachdem die ursprüngliche Brücke sich noch wenige Meter südlich der heutigen Brücke in der Verlängerung des von Frankfurt kommenden Fernwegs („Frankfurter Straße“) befunden hatte, wurde 1867 mit dem Bau einer Brücke am heutigen Standort eine gerade Straßenverbindung zwischen historischer Stadtmitte und dem Bahnhof geschaffen. Die damit verbundenen Wege wurden ausgebaut und zu Hauptverkehrsachsen der Stadt: aus der Kramstraße, die von der Brücke zum Marktplatz führt, wurde die Kaiserstraße, aus der Landturmstraße, die von der Brücke zum 1873 weiter stadtauswärts versetzten Bahnhof führt, wurde die Bahnhofstraße. Die über die Neckarbrücke führende Achse war in der Kaiserzeit und bis spät ins 20. Jahrhundert die wichtigste West-Ost-Achse der heilbronner Innenstadt.

Unser Bild zeigt den Blick von der Ecke Kranenstraße/Bahnhofstraße über die seit dem Wiederaufbau nach der Zerstörung 1944 nach Friedrich Ebert benannte Neckarbrücke in die Kaiserstraße. In der Bildmitte ragt die Heilbronner Kilianskirche auf, links am Bildrand ist der Hafenmarktturm, recht der Tuerm der Deutschordenskirche zu erkennen. Die Szene dürfte dem abgebildeten Baubestand und den dargestellten Fahrzeugen nach in den frühen 1960er Jahren entstanden sein.

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