Richard Warth

Richard Warth war Fotograf und Maler mit eigenem Atelier in Glauchau. Er war im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts tätig und starb vor 1931.

Seine Vorfahren waren Balten und Russen. Im Adressbuch von Glauchau 1900 ist er zwar noch nicht verzeichnet, er hat aber noch eine Fotografie des in jenem Jahr verstorbenen Grafen Richard Clemens von Schönburg-Hinterglauchau angefertigt, hat sich wohl also im Jahr 1900 in Glauchau als Fotograf angesiedelt.1 1904 wird er als Photograph in der Augustusstraße 11 genannt.2 1908 hatte er sein Atelier in der Leipziger Straße 75.3 Auch 1922 war er dort noch verzeichnet.4 Über seine Lebensdaten ist nichts mehr bekannt, er scheint jedoch in den Jahren zwischen Inflation und Weltwirtschaftskrise verstorben zu sein. 1931 wird nur noch die verwitwete Filialleiterin Elsa Warth in der Leipziger Straße 75 genannt.5

Während sich viele seiner Porträtfotografien erhalten haben, kann über sein Werk als Maler nur noch spekuliert werden. Er hat sich nie an größeren Ausstellungen beteiligt, so dass er nicht in den einschlägigen Lexika oder in Ausstellungskatalogen auftaucht. In einer 1980 erschienen Publikation zum Schaffen seines leiblichen Sohnes Martin Ritter (1905-2001; Maler und Grafiker) heißt es: „Nie verwand er, daß das Werk dieses bedeutenden Pioniers der Portrait- u. Landschaftsphotographie in den Wirren der Nachkriegsinflation unterging.“6

Rückseite einer Fotografie des Kunst-Ateliers Warth in Glauchau mit Werbung für “zeitgemässe Photographie” und Malerei.7
Auf einer weiteren Foto-Rückseite bietet Warth neben Photographie und Malerei auch Plastik an.8

Werk in der Kunstsammlung Schmelzle:

Inv. Nr. 0000.030: Kinderbild, signiert “R. WARTH” und datiert Januar (19)18.

Weitere Werke des selben Künstlers:

Der Kuss, ca. 49 x 42 cm, Öl/Lwd., Kopie nach René Prinet, unten signiert “WARTH. GLAUCHAU.” Auktionshaus Heickmann, Chemnitz, 14. März 2015, Lot 3047, Startgebot 60 EUR.9

Einzelnachweise

  1. Auskunft von Robby Joachim Götze, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, 5. Oktober 2020.
  2. Adreßbuch der Fabrik- und Handelsstadt Glauchau 1904, S. 138. (online)
  3. Adreßbuch der Fabrik- und Handelsstadt Glauchau 1908, S. 131. (online)
  4. Adreßbuch der Fabrik- und Handelsstadt Glauchau 1922, S. 261. (online)
  5. Adreßbuch der Stadt Glauchau 1931, S. 338. (online)
  6. Auskunft von Robby Joachim Götze, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, 5. Oktober 2020.
  7. Angeboten bei oldthing.de im Herbst 2020.
  8. Objekt angeboten bei ebay.de im Herbst 2020, Angebots-Nr. 383633973633.
  9. the-saleroom.com